Aktionsplan für Klimaschutz in Bayreuth

Wir machen einen Vorschlag, wie Bayreuth beim Klimaschutz stärker in die Umsetzung kommen kann. Uns ist bewusst, dass dieser Plan Schwächen hat, Fehler aufweisen kann und nicht perfekt ist.

Fokus auf die drei großen Hebel

Wir legen unseren Fokus auf die drei großen Hebel Wärme, Strom und Mobilität. Dies bedeutet nicht, dass die Stadt nicht auch in den anderen Sektoren transformative Maßnahmen ergreifen muss. Dennoch legen wir unser Augenmerk auf die Energiewende, da die Menge der einzusparenden Emissionen, das regionale Wertschöpfungspotenzial sowie die sozialen Auswirkungen hier am größten sind. Außerdem greifen wir damit die Treibhausgas-Bilanzierung der Stadt Bayreuth auf, die anhand des Energieverbrauchs berechnet wird und Emissionen beispielsweise durch Ernährung nicht berücksichtigt.

Pläne in konkretes Handeln umsetzen

Pläne allein führen nicht automatisch zu Umsetzung. Was es braucht, ist ein explizites Programm, welches konkrete Umsetzungsschritte definiert und auch Verantwortungen nachhält. Hierbei sind alle Stakeholder, Unternehmen, Private Haushalte sowie Organisationen und Vereine, besonders auch benachteiligte Gruppen, in Entscheidungen einzubinden.

Elektrifizierung schafft regionale Wertschöpfung

Heute fließen jedes Jahr für fossile Energien insgesamt rd. 300 Mio. € aus Bayreuth ab. Für Tankrechnungen sowie Gas und Öl in Heizungskellern. Bei Erreichung der Klimaneutralität bis 2040 können über 2 Mrd € Kosten vermieden werden, die für Investitionen in Netze, Heizungen und Erneuerbare Energien Anlagen zur Verfügung stehen. Mittels vor Ort erzeugter, grüner Energie würde die Wertschöpfung in Bayreuth gestärkt.

Eine Wärmepumpe vor einem Wohnhaus.
© Adobe Stock
Blick von unten auf die Verkabelung von Solarmodulen in einem Solarpark.
© Markus Spiske | Unsplash
Parkplatzschild für Lastenräder, eine urbane Straße im Hintergrund.
© Wandel WerkStadt

5 Sofortmaßnahmen

  1. Programm "Bayreuth 2040 klimaneutral" beschließen
    Stadtratsbeschluss für verbindliches Programm mit messbaren Jahreszielen für Wärme, Strom, Mobilität. Keine neuen Konzepte - Umsetzung der bestehenden

  2. Stadtwerke auf Ziel verpflichten
    Auftrag: Gasausstieg, Stromnetzausbau, Fernwärme-Roadmap 2040, PV-Ausbauplan, Grünstrom-Strategie. Erster Bericht in 3 Monaten

  3. Wärmeplanung aktivieren

    dezentrale Bürgerveranstaltungen. Handwerksallianz mit Installateursbetrieben für Wärmepumpen-Offensive

  4. Kooperation mit Landkreis für Wind und PV-Ausbau
    Gemeinsame Projektgesellschaft mit Landkreis Bayreuth für Windkraft und Freiflächenphotovoltaik. Ziel: 50 MW Wind + 422 MW PV bis 2040

  5. Monitoring und Klimarat stärken
    Stadtgesellschaft und ein neuer Klimarat beobachten Einhaltung des Zielpfades sowie soziale Auswirkungen und wird bei Entscheidungen eingebunden

Was ist noch zu tun?

© Liz Seabrook | Nesta | Climate Visuals

Wärme

Gebäude

Heizen und Sanieren

Der größte Hebel beim Klimaschutz liegt in der Umstellung der fossilen Heizungen.

Laut Statistik gibt es noch rd. 24.000 Gas- und Ölheizungen in Bayreuth. 

Daher braucht es Aufklärung, Förderung und klare Zielkommunikation der Verantwortlichen. Für Neubauten sollten fossile Heizungen untersagt werden. Im Bestand ist der Umbau - vor allem auf die effizientesten Lösungen- nämlich mit regenerativen Strom betriebenen Wärmepumpen erfolgen. Um 2040 bei Nullemissionen zu landen, müssen ab sofort jeden Tag 4 Heizungen umgerüstet werden.

Hierzu könnte die Stadt folgende Maßnahmen umsetzen:

  • Organisation von Infotagen zur Wärmepumpe in verschiedenen Stadtbezirken. Externe und interne Experten berichten zu vorteilhaften Lösungen aus der Praxis. Basis ist die Wärmeplanung

  • Offensive Kommunikation, dass das Gasnetz der Stadtwerke perspektivisch bis 2040 rückgebaut wird

  • Auflegen einer Strategie für einkommensschwache Haushalte

  • Ausweitung der Beratungsangebote

  • Gründung einer lokalen Handwerksallianz zur Umsetzung der Umbauten

  • Stärkung der Gewog

Kommunale Liegenschaften

Von den 150 städtischen Gebäuden ist der Großteil an das überwiegend mit Erdgas versorgende Fernwärmenetz angeschlossen, oder wird direkt mit Erdgas beheizt. Zudem sind 11 Ölheizungen im Einsatz. Die beiden von Stadt und Landkreis betriebenen Krankenhäuser werden mit Erdgas beheizt.

Das städtische Wohnungsbauunternehmen GEWOG vermietet zudem 3904 Wohnungen. Im Jahr 2021 waren in sechs Gebäuden der GEWOG Wärmepumpen und in 26 Gebäuden Holzheizungen installiert. Folglich werden die meisten Objekte wahrscheinlich direkt oder indirekt (per Fernwärme) mit Erdgas oder Öl beheizt.

Zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2040 sind für die Gebäude der Stadt, der GEWOG und der Klinikum Bayreuth GmbH folgende Schritte nötig:

  • Einführung eines Energiemanagements 

  • Reduzierung des Energiebedarfs durch intelligente Steuerung (Lichter nur bei Bedarf einschalten etc.) und Einbau effizienter Geräte

  • Abschätzung des durch Dämmung und Umstellung auf nachhaltige Heizsysteme (Wärmepumpen, nachhaltige Fern- oder Nahwärme) realisierbaren Einsparpotenzials an CO₂e Emissionen und entsprechende Priorisierung der Gebäude

  • Erstellung und Umsetzung eines Sanierungsfahrplans bzgl. Dämmung und Heizungstausch mit klarem Zeitplan und Verantwortlichkeiten

Weitere Wärmemaßnahmen

Rechtliche Voraussetzungen für die Wärmewende schaffen

Die aktuelle Wärmeversorgung Bayreuths stützt sich zu 92,9 % auf fossile Energieträger — konkret dominieren Erdgas (64,7 %) und Heizöl (27,6 %). Die Treibhausgasemissionen der Wärmeerzeugung verteilen sich zu 97,7 % auf fossile Energieträger wie Heizöl, Erdgas, Flüssiggas und Braunkohle, was jährlich rund 223.000 Tonnen CO₂ bedeutet. Der Transformationsdruck bis 2040 ist damit enorm.

  • Eine Maßnahmenstruktur ist in der Wärmeplanung vorhanden, aber noch nicht scharf genug terminiert.

Kommunale Wärmeplanung

Die Wärmeplanung für die Stadt Bayreuth ist am 29.04.2026 dem Stadtrat vorgestellt worden. Es handelt sich hierbei um eine strategische Planung, welche keine rechtliche Wirkung oder Verpflichtung herstellt.

Daher sind folgende Schritte notwendig:

  • Herstellung einer rechtlichen Verpflichtung, welche das Ziel der Klimaneutralität 2040 beinhaltet

  • Durchführung von Vor-Ort-Veranstaltungen pro betroffenem Stadtbezirk

  • Klare Kommunikation seitens der Stadt und der Stadtwerke, dass ein Ausstieg aus dem Gasnetz bis 2040 erfolgt

  • Umsetzung eines konkreten verbindlichen Maßnahmenplanes

Vergrünung Wärmenetze

Die zwei Fernwärmenetze der Stadtwerke in der Röntgen- und der Kolpingstraße werden laut den jüngsten Zahlen der Stadtwerke aus dem Jahr 2024 vorwiegend mit Erdgas und geringen Mengen Biomethan betrieben. Eine Umstellung auf erneuerbare Quellen würde erhebliche Mengen an THG-Emissionen sparen, für 2024 etwa 5.600 t.

Entscheidend ist:

  • Die Wärmeerzeuger vollständig zu vergrünen. Bislang wird zu über 99% Gas verwendet

  • Eine Verdichtung von Anschlüssen mit fairen Preisen zu realisieren.

© Crispin Hughes | Clean Cities Campaign | Climate Visuals

Mobilität

Mobilitätswende

Planerische Voraussetzungen

Grundlage für die Verkehrswende ist eine gesamtheitliche Mobilitätsplanung, die die Stärkung des "Umweltverbundes" (Fuß- und Radverkehr, sowie ÖPNV) inklusive der überregionalen Verkehrsplanung koordiniert. Diese liegt für Bayreuth vor. Der Umweltverbund (Fuß, Rad und ÖPNV) soll von 53% Anteil auf 70% im Zieljahr 2040 erhöht werden.

Die im Mobilitätskonzept vorgesehenen Maßnahmen müssen auch konsequent umgesetzt werden, sowie mit den notwendigen Projekten in anderen Bereichen verknüpft werden.

So steigt z.B. der Strombedarf aufgrund der Elektifizierung der Antriebe. Der ÖPNV muss stark steigende Fahrgastzahlen berücksichtigen, die Infrastruktur für Fuß- und Radverkehr muss verbessert werden.

Es braucht daher:

  • verbindliche operative Meilensteinen und

  • ein aussagekräftiges Reporting

Mobilitätswende in der Verwaltung

Die Verwaltung sollte ein Vorbild für andere Akteur*innen der Stadtgesellschaft sein und ihr Mobilitätsverhalten nach den Prinzipien der Verkehrswende – verringern, verlagern, verbessern – umstellen.

  • Verringerung von Dienstfahrten der Verwaltungsmitarbeitenden, z.B. durch Ermöglichung von Home Office

  • Verlagerung von Dienstfahrten auf den Umweltverbund durch Monatstickets für den ÖPNV bzw. betriebliche Nutzung des ÖPNV und Bereitstellung z.B. von e-Bikes und Lastenrädern

  • Umstieg der kommunalen Flotte auf e-Mobilität inkl. Umstieg der kommunalen (Tochter-)Angebote wie Abfallfahrzeuge

Obwohl der Beitrag zum Gesamtpotenzial gering ist, sollte die Verwaltung als gutes Beispiel vorangehen. Dies ist bislang nicht durchgängig zu erkennen. So sind z.B. auch die sog. Mobilitätstage weitgehend von Verbrenner PkW geprägt.

Mobiltätswende in Betrieben

Unternehmen und Arbeitgeber*innen haben großen Einfluss darauf, wie die Angestellten zur Arbeit kommen. Die Verwaltung kann einen umweltfreundlichen Arbeitsweg unterstützen, indem sie die Unternehmen beim betrieblichen Mobilitätsmanagement unterstützt. Dazu gehört z.B.

  • Erstellung einer Mobilitätsanalyse der Mitarbeiter*innen

  • Definition von Zielen und Maßnahmen, sowie Wirkungstestung

  • Einrichtung von Optionen zum Umstieg bzw. Verkehrsreduktion: Betriebsräder, CarPooling, Jobtickets, Ermöglichung von Home Office etc.

Trotz einiger Radfahrkampagnen ist keine wirkliche Wirkung erkennbar. Eventuell fehlt es an Anreizen oder innovativen Mitmachideen.

Mobilitätswende in der Zivilgesellschaft

Die Unterstützung eines multi- und intermodalen Verkehrsverhaltens ist wichtig, um umweltverträgliche Verkehrsmittel zu unterstützen. Ziel ist es, eine Mobilität ohne eigenes Auto zu ermöglichen. Typische Projekte sind der Aufbau von Mobilitätsstationen, Carsharing Angeboten sowie die Schaffung von Anreizen, vom Auto auf andere Verkehrsmittel umzusteigen.

Die Anzahl der zugelassenen PKW steigt hingegn kontinuierlich.

  • Es fehlt an negativen und positiven Anreizen, die das Autofahren unattraktiver machen. Dies kann durch Push- (Auto unattraktiver machen) und Pullmaßnahmen (andere Verkehrsmittel attraktiver machen) erreicht werden. Hier sollten kreative Angebote gemacht werden.

  • Das Klimaschutzkonzept sieht die Einrichtung von Mobilitätsstationen vor, die einen schnellen und bequemen Wechsel zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln, wie Carsharing oder Leihrädern, ermöglichen. Laut Klimaschutzkonzept soll "modellhaft eine pilothafte Mobilitätsstation" in der Dammallee entstehen - bisher ist das nicht geschehen.

  • Auch im 2025 beschlossenen Nahverkehrsplan werden Mobilitätsstationen empfohlen, allerdings ohne Angabe möglicher Standorte und Ausstattung. Die Bereitstellung von Sharing-Angeboten sei lediglich "im Einzelfall zu prüfen".

Regionalflugplatz

Ziel ist laut Webseite, "die ansässige Wirtschaft, die Universität und die Richard-Wagner-Festspiele durch diese schnelle Verkehrsanbindung zu unterstützen und zu fördern".

Das heißt: Am Bindlacher Berg starten und landen Privatjets mit Festspielbesuchenden und Geschäftsreisenden, die es besonders eilig haben. Mitglieder der Luftsportgemeinschaft Bayreuth e.V. heben in Segel- und Motorflugzeugen ab. Seit Februar 2022 ist außerdem der Rettungshubschrauber Christoph 20 am Flugplatz stationiert, der im Jahr 2024 von dort aus zu 1553 Einsätzen abgehoben hat.

Die Zahl insbesondere der gewerblichen Flüge ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Da Flugzeuge in hohem Maße klimaschädlich sind und klimaneutrale Flüge auf absehbare Zeit nicht technisch möglich sein werden, muss jeder vermeidbare Flugverkehr eingestellt werden. Damit sind nicht Rettungsflüge gemeint.

  • Eine erste Maßnahme könnte die Herabstufung vom Verkehrslandeplatz zum Sonderlandeplatz sein. Das würde bedeuten, dass der Flugplatz keine ganzjährigen, festen Öffnungszeiten mehr hat, was die Nutzung weniger attraktiv macht.

  • Zugleich müssen ansprechende Alternativen geschaffen werden, insbesondere durch den Ausbau und die Verbesserung der Zuganbindung.

Pkw

Parken

Die Verkehrswende gelingt durch die Kombination von sogenannten Push- und Pullmaßnahmen. Ohne die Einschränkung des motorisierten Individualverkehrs wird es nicht gehen. Daher braucht es konsequente Maßnahmen, um dessen Attraktivität zu reduzieren. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Einrichtung eines flächendeckendes Parkraummanagements

  • Änderung des Stellplatzschlüssels je Wohneinheit

  • Reduktion des Straßenraums für motorisierten Individualverkehr, zum Beispiel durch Einrichtung von Einbahnstraßen, Verlagerung von Autospuren zum Umweltverbund

  • Einrichtung von autofreien bzw. autoarmen Quartieren, z.B. nach dem Superblocks-System oder durch die Einführung einer Umweltzone

Elektromobilität

Nicht nur der kommunale Verkehr muss elektrifiziert werden. Um einen privaten, flächendeckenden Umstieg auf e-Mobilität zu ermöglichen, kann die Kommune den Ausbau der e-Ladestruktur voranbringen. Dazu gehören z.B.

  • Aufbau öffentlicher Infrastruktur nach Analyse von Potenzialen und Bedarfen

  • Informationskampagne und Serviceangebot der Stadtwerke zu privaten Wallboxen

Geschwindigkeitsbegrenzung

Die innerstädtische Höchstgeschwindigkeit kann teilweise von der Kommune auf Tempo 20 bzw. 30 reduziert werden. Bei reduziertem Tempo entstehen deutlich weniger Emissionen.

  • Wo möglich Tempo 20 bzw. 30 Zonen weiträumig ausweisen

  • Beitritt zur bundesweiten Initiative „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten“ für eine flächendeckende Ermöglichung der Tempo-Zonen

Für Bayreuth beträfe dies insbesondere den Ring.

Radverkehr

Ausbau Radverkehr

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 23.07.2014 das Radverkehrskonzept als Leitlinie zur Radverkehrsförderung beschlossen. Die darin festgeschriebenen baulich-investiven Maßnahmen wurden in den Haushaltsjahren von 2015 bis 2022 schrittweise umgesetzt. Zusätzlich gab das Bürgerbegehren Radentscheid im Jahr 2020 wichtige Impulse, die in einem Sofort- und Maßnahmenprogramm zur Radverkehrsförderung eingeflossen sind. Dieses umfasst u.a. die Verkehrsraumneugestaltung in der Bismarckstraße und der Erlanger Straße (Bebauungsplan Nr. 1/22), die Schaffung von Radverkehrsanlagen in der Casselmannstraße und Gutenbergstraße (in Verbindung mit der Umgestaltung des Berliner Platzes zu einer Kreisverkehrsanlage im Rahmen von B-Plan Nr. 1/21), die Straßenraumneugestaltung der Robert-Koch-Straße, die Weiterführung der Konzeption für einen Fahrrad-Cityring, den Abbau von Barrieren und Hindernissen an Radwegen und die Schaffung neuer Fahrradabstellanlagen.

Zudem sind zusätzliche Stellplätze für Räder am Hauptbahnhof entstanden. Die Umsetzung der Pendlerstrecke im Stadt-Land Bereich ist fragmentarisch begonnen.

Insgesamt fehlt es trotz zarten Fortschritten noch an erkennbarem Willen, dem Radverkehr Priorität einzuräumen.

ÖPNV

Ausbau ÖPNV

Laut Klimaschutzkonzept der Stadt Bayreuth "sollen Anreizsysteme für den ÖPNV in Bayreuth etabliert werden, um die Nutzung attraktiver und bequemer zu gestalten". Konkrete Maßnahmen dazu sucht man allerdings vergeblich. Zwei bei der Bürger*innenversammlung eingebrachte Vorschläge

  • die Einführung eines Sozialtickets und die

  • kostenlose ÖPNV-Nutzung für Bezugsberechtigte bei der Tafel und Ehrenamtliche

    haben Verwaltung und Stadtrat aus Kostengründen abgelehnt. Die strategischen Überlegungen aus dem beschlossen Nahverkehrsplan sollten in konkrete. messbare Handlungen umgemünzt werden.

Antriebswende ÖPNV

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) muss nicht nur ausgebaut und attraktiver, sondern auch emissionsfrei gemacht werden. Der Busverkehr im Stadtgebiet wird von den Stadtwerken bereitgestellt. Auf den 20 Buslinien fahren 35 eigene Busse, von denen 28 mit Biogas, die restlichen noch mit Diesel betrieben werden. Außerdem kommen etwa 15 Busse von Partnerunternehmen zum Einsatz.

  • Die Flotte sollte in erster Linie auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umgestellt werden.

© Cajetan Perwein | Schweizer Bundesministerium für Innovation Mobilität und Infrastruktur

Strom

Photovoltaik

Freiflächen-PV

Um die Sektoren Wärme und Mobilität elektrifizieren zu können, braucht es einen Mix aus lokal erzeugter grüner Energie mittels Freiflächen Photovoltaik, Wind und Dach Photovoltaik. Nur in Zusammenarbeit mit dem Landkreis ließen sich die erforderlichen rd. 400 MW Anlagen umsetzen. Daher sind:

  • die erforderlichen Flächen unmittelbar vertraglich zu sichern

  • eine gemeinsame Projektgesellschaft mit dem Landkreis und den Kommunen zu gründen

  • Finanzierungs- und Realisierungspartner ins Boot zu holen; insb. auch die Bürger:innen in Stadt und Landkreis

  • die Netzkapazitäten zu schaffen

PV für Bürger*innen und Unternehmen

Laut Solarpotenzialkataster sind theoretisch 1,4 Quadratkilometer Fläche für Dach Photovoltaik geeignet. Wenn lediglich ca. 40% dieses Potenzials gehoben werden, würden rd. 140 MW Erzeugungspotenzial bereitstehen.

Es sollte daher

  • ein PV Pflicht für Neubauten, auch bei Supermärkten und Supermarktparkplätzen eingeführt werden

  • alle bremsenden Regeln in Denkmalschutz und Baurecht überprüft werden

PV auf kommunalen Dachflächen

Die kommunalen Dachflächen sollten mit PV Anlagen belegt werden. Überall dort, wo es statisch möglich ist und keine unvertretbaren Kosten entstehen ist PV sinnvoll. Insbesondere dann, wenn ein Eigenbedarf gedeckt werden kann und/oder Erzeugungsspitzen zwischengespeichert werden können.

Windenergie

Bau von Windenergieanlagen

Im Stadtgebiet von Bayreuth gibt es lediglich einen geeigneten Standort für die Errichtung einer Windkraftanlage. Daher ist zwingend eine Kooperation mit den umliegenden Landkreisgemeinden erforderlich. In einem Mix von Wind und Photovoltaik sind mind. 10 Anlagen mit jeweils 5 MW notwendig, um den steigenden Strombedarf zu decken. Durch eine finanzielle Beteiligung von Anrainern und Gemeinden sowie Stadt Bayreuth könnte ein großer teil der Wertschöpfung in der region gehalten werden.

Wichtig sind daher jetzt

  • die vertragliche Sicherung geeigneter Standorte

  • der Ausbau des Netzes mit vertragliche Zusage der Kapazitäten

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Weitere Strommaßnahmen

Stadtwerke zukunftsfest machen

Zukunftsfähige Stadtwerke sind profitabel und klimaneutral. Dies bedeutet den Ausstieg aus dem fossilen Gasgeschäft. Ferner sollte ausschließlich echter Ökostrom vertrieben werden, eine Kompensation durch ausländische Zertifikate ist nicht ausreichend. Weiterhin bedarf es des Auf- und Ausbaus eines intelligenten und leistungsfähigen Stromnetzes, sowie einer Vergrünung der Fernwärmeerzeugung. Da das fossile Gasgeschäft wegfällt, müssen neue Geschäftsfelder wie der Betrieb von PV- und Windanlagen, Wärmecontracting und der Verkauf von PV-Anlagen und Wärmepumpen an Endkund*innen, erschlossen werden.

Es ist öffentlich keine Strategie ersichtlich, wie der Ausstieg aus klimaschädlichen Geschäftsfeldern, wie dem Gasabsatz, gelingen soll. 

Die Gewinne aus fossilen Geschäften sind im Stadthaushalt zur Quersubventionierung defizitärer Bereiche, wie dem Bäderbetrieb und dem Betrieb des ÖPNV, eingeplant.

Derzeit ist der Strategieprozess der Stadtwerke nicht öffentlich erkennbar mit dem Klimaneutralitätsziel der Stadt verzahnt.

Ohne eine konsequente Einbindung der Stadtwerke Bayreuth wird die Stadt das Klimaneutralitätsziel 2040 voraussichtlich nicht erreichen.

© Meg Haywood Sullivan | Climate Visuals Countdown

Landwirtschaft

Ökologische Landwirtschaft

Die Landwirtschaft ist in der besonderen Situation, dass hier nicht nur Treibhausgasemissionen entstehen, sondern durch geeignete Bodenbearbeitung und Kulturen auch wirksame Treibhausgas-Senken geschaffen werden können. Die Landwirtschaft ist durch Dürren und auch durch Starkregenereignisse und Erosion selbst stark von den Folgen des Klimawandels betroffen.

Zunächst sollte die Kommunikation zu dem Themengebiet verbessert werden:

  • Ansprache und Sensibilisierung von Landwirt*innen, Stadtgesellschaft und Entscheidungsträger*innen aus Wirtschaft und Verwaltung zu Treibhausgas-Einsparmöglichkeiten in der Landwirtschaft

  • Organisation und Ausrichtung von Kommunikationsforen für Interessierte durch kompetente Partner*innen (Stiftungen, Vereine etc.) in Kollaboration mit dem Landwirtschaftsamt

  • Input und Austausch zu ökologischer bzw. regenerativer Landwirtschaft

  • Vernetzung mit anderen Klimaallianzen aus anderen Sektoren

  • Einbeziehung von lokalem Wissen und Strukturen, z.B. Ernährungsräte

Die landwirtschaftlichen Flächen im Stadtgebiet sollten auf ökologische und regenerative Landwirtschaft umgestellt werden. Dies gilt besonders für die Stadt-eigenen, verpachteten Flächen.

Ernährung

In Deutschland müssen circa 15 Prozent der Treibhausgasemissionen der Lebensmittelproduktion und der Ernährung zugeordnet werden. Durch eine überweigend pflanzenbasierte Ernährungsweisen könnten diese Emissionen sehr einfach gesenkt werden. Dies kann ohne großen Investitionen und individtuell zudem schrittweise erfolgen. Wichtig dabei ist der Verzehr von saisonalem Obst und Gemüse. Dadurch werden lokale Produzent*innen gestärkt und lange Transportwege reduziert. Insbesondere mit dem Flugzeug transportierte Waren sollten vermieden werden.

Was kann die Stadt Bayreuth tun?

  • Klimafreundliche Ernährung in öffentlichen Einrichtungen und städtischem Catering

  • Bei allen Veranstaltungen in städtischer Verantwortung wie Volksfesten sollte mindestens ein attraktives pflanzenbasiertes Gericht angeboten werden

  • Angebote von klimafreundlichen Speisen sollten durch die Stadt durch eine verstärkte Kommunikation auch in der Gastronomie, in Bäckereien und Imbissen verbessert werden

© Mehr Demokratie e.V.

Verwaltung und Kommunikation

Stadtverwaltung

Die Stadtverwaltung selbst kann nur einen sehr geringen Teil der Treibhausgas-Emissionen beeinflussen. Sie hat aber eine wichtige Vorbildfunktion. In den Rollen als Genehmigungsbehörde und durch Vernetzung hingegen sind die Hebel sehr groß.

Klimaschutzmanagement als Schnittstellenthema

Bisher war das Klimaschutzmanagement organisatorisch in Bayreuth nicht als Querschnittsaufgabe implementiert sondern mit geringer Kapazität im Umweltamt angesiedelt. Das Thema muss aber in allen Ressorts mitgedacht und als Chef*innen-Sache betrachtet werden. Von Stadt- und Verkehrsplanung über die betrieblichen Strukturen bis zur Beschaffung.

Klimawirksamkeitsprüfung

Ein wichtiges Instrument in alle städtischen Planungsprozesse kann die Klimawirksamkeitsprüfung (auch “Klimacheck” genannt) sein. Konkret soll die Prüfung sicherstellen, dass alle Ressorts innerhalb der kommunalen Verwaltung potenzielle Klimawirkungen berücksichtigen und dass Maßnahmen mit negativen Auswirkungen verhindert oder deren Folgen minimiert werden.

In Bayreuth wurde die Klimawirksamkeitsprüfung zwar 2003 eingeführt. Die Klimawirkung sollte aber gründlicher in den Beschlussvorlagen bewertet werden. Zudem fehlt es an Transparenz, inwiefern die Klimawirksamkeitsprüfung bei Beschlüssen einen Unterschied gemacht hat.

Klimawirkung im Hochbau

Leider ist auch das Vorhaben für die besonders wichtige Klimawirksamkeitsprüfung im Hochbau bisher nicht über die Erarbeitung eines Kriterienkataloges hinausgekommen.

Nachhaltiges Beschaffungswesen

Maßnahmen der Bayreuther Stadtverwaltung beziehen sich auf die Schulung des städtischen Personals, auf die Senkung des Papierverbrauchs durch Digitalisierung und viele weitere Einzelmaßnahmen.

Hierzu könnte die Stadt folgende Maßnahmen umsetzen:

  • Klimaschutz als echte Querschnittsaufgabe

  • “Klimacheck” schärfen

  • Klimawirksamkeitsprüfung konsequent auch im Hochbau

Kommunikation

Gesellschaftliche Mitbestimmung

Um die Wirksamkeit und Akzeptanz von Klimaschutzmaßnahmen zu erreichen müssen Bürger*innen frühzeitig und regelmäßig eingebunden werden. Dies ist über verschiedene Formate möglich wie

  • ein Bürger*innenbeirat oder Klimarat, der die Sicht der Stadtgesellschaft in die Planungen einbringt

  • themenspezifische kontinuierliche Arbeitskreise, (Bürger*innen-)Foren, Runde Tische

  • Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen

Für die Planung und Durchführung der Beteiligungsformate müssen ausreichend personelle und zeitliche Kapazitäten eingeplant werden.

Aufbau lokaler Klimaschutzallianzen

Wirksamer Klimaschutz muss möglichst viele gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Akteure einbinden. Dabei können alle voneinander lernen, sich gegenseitig weiterhelfen oder auch Synergien nutzen.

Besonders wichtig erscheint uns dabei der Aufbau eines Unternehmensnetzwerkes im Themenbereich Klimaschutzmaßnahmen und Klimaanpassung.

Dringliche und zielgerichtete Kommunikation

Die Bedeutung von Klimaschutz sowie die zerstörerischen Auswirkungen von klimaschädlichen Praktiken sollten sich in der Kommunikation der Stadt Bayreuth widerspiegeln. Zudem kann die Stadt Bayreuth die Rahmenbedingungen für die Kommunikation von Akteur*innen im öffentlichen Raum entsprechend verändern, z.B. durch:

  • Ausrufung des Klimanotstands durch Anerkennung der wissenschaftlichen Fakten: Die Stadt betont dabei das Ausmaß der Bedrohung, erklärt Klimaschutz zur Priorität, ruft zum Handeln auf und schafft eine weitere Begründung für die Priorisierung von Klimaschutz. 

  • Konsequente Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Bayreuth (Oberbürgermeister*in, Stadtrat, Verwaltungsmitarbeiter*innen) zur Notwendigkeit und Dringlichkeit sowie zu den Vorteilen von ambitionierten Klimaschutzmaßnahmen.

  • Einsatz der Stadt Bayreuth für einen Stopp fossiler Werbung, insbesondere im Dienstleistervertrag für die Nutzung städtischer Flächen zu Marketingzwecken (Dienstleistervertrag aktuell abgeschlossen mit der Bayreuth Marketing und Tourismus GmbH) und durch Einwirken auf die Stadtwerke in Bezug auf die Werbung auf den Stadtbussen und Plakatierung der Stromkästen.

Wirtschaft

Ein klimaneutrales Bayreuth – das geht nicht ohne die Wirtschaft. Rund 46 Prozent der Bayreuther CO₂e-Emissionen werden direkt durch Unternehmen verursacht. Zudem haben wirtschaftliche Aktivitäten Einfluss auf den Verkehr, der für weitere 33 Prozent der Emissionen verantwortlich ist. Wie können diese Emissionen auf null sinken? Hier gibt es drei zentrale Hebel.
Erstens: Reduktion des Energieverbrauchs. Zweitens: Umstieg auf erneuerbare Energien. Drittens: Verringerung des Ressourcen- und Flächenbedarfs.
Damit dies gelingt, müssen Unternehmen zusammenarbeiten – sowohl untereinander als auch mit Konsument*innen. Der Verwaltung kommt dabei die wichtige Aufgabe zu, Plattformen für Vernetzung zu schaffen, Genehmigungsverfahren zu verschlanken und Förderprogramme bereitzustellen. Dies stärkt regionale Wertschöpfungsketten und schafft sichere Arbeitsplätze vor Ort. Davon profitieren wir am Ende alle.

Bisher wurden bereits Aktivitäten von IHK und HWK und durch die Universität Bayreuth mit dem Forum 1.5 angeboten. Konkrete Projekte fehlen aber bisher.

Aufbau lokaler Klimaschutzallianzen

Besonders wichtig erscheint uns dabei der Aufbau eines Unternehmensnetzwerkes im Themenbereich Klimaschutzmaßnahmen und Klimaanpassung.

Finanzierung

Klimaschutzfonds einrichten

Bayreuth ist als Kommunen Mitglied im Fonds der Metroploregion Nürnberg. Zum 1. Mai 2026 hat die Stadt Bayreuth mit dem einen Fonds für private Entsiegelungs- und Begrünungsprojekte angelegt, also Klimaanpassungsmaßnahmen. Hier gehts zum Antrag. Für Klimaschutzprojekte gibt es in Bayreuth hingegen bislang keinen Fördertopf.

  • städtische Anreize im Bereich Klimaschutz, vor allem bei Heizen und Mobilität sollten deutlich erweitert werden

Fördermittelmanagement einrichten

Bayreuth hat kein explizites Fördermittelmanagement aufgebaut. Hierdurch gehen Möglichkeiten der Drittmittelakquise für den Klimaschutz und die Klimaanpassung verloren.

  • Einrichtung eines professionellen Full Time Fördermittelmanagements

  • Nutzung der Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit externen Trägern und der Zivilgesellschaft

© Ingmar Björn Nolting | Climate Visuals

Abfall, Ressourcenschonung und Abwasser

Abfallverwertung und Abwasseraufbereitung

Der Bereich Abwasser und Abfall ist nach bundesweiten Zahlen für 3,3% der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Hier liegen also nicht die großen Hebel für die Klimaneutralität Bayreuths. Kläranlagen stellen in den Kommunen aber häufig den größten einzelnen Energieverbraucher dar, weshalb Energieeinspar- und Energieeffizienzmaßnahmen wichtig sind. Gleichzeitig wird im Bereich Abwasser und Abfall vielfach auch Energie erzeugt, durch Klärgas oder die energetische Nutzung von Abfall. Diese Energieerzeugung ist aber nicht klimaneutral, weil dabei weiterhin CO2 entsteht. Darüber hinaus entstehen bei vielen Vorgängen im Bereich Abwasser und Abfall auch direkt Treibhausgase wie Methan oder Lachgas.

Abwasserbehandlung

Im Bereich Energieeinspar- und Energieeffizienzmaßnahmen sowie den Ausbau und die Nutzung von erneuerbaren Energien hat Bayreuth bereits erhebliche Anstrengungen unternommen. Weitere Maßnahmen zur energetischen Optimierung des Klärwerks und auch zur Klärschlammtrocknung sind vorgesehen.

Die Abwärmenutzung von Abwasser birgt aber ein enormes Potential und sollte beschleunigt umgesetzt werden.

Abfallverwertung

Das Müllaufkommen ist seit vielen Jahren gleichbleibend hoch. Hier müssen neue Wege zur Senkung gesucht werden, um auf ein Verbrennung des Restmülls die in der Müllverbrennungsanlage in Schwandorf langfristig verzichten zu können.

Auch bei den Bioabfällen weist Bayreuth im bundesweiten Durchschnitt eine relativ geringere Erfassungsquote auf. Bioabfälle könnten ein wichtiger Baustein zur Energiegewinnung durch Biogas sein oder in einer Pyrolyseanlage zu Pflanzenkohle umgesetzt werden.

Das könnte die Stadt Bayreuth tun:

  • Abwärmenutzung von Abwasser angehen

  • Pyrolyseanlage gemeinsam mit dem Landkreis

Recycling und Weiterverwenden von gebrauchten Bauteilen und Abfällen

Der Abfallsektor muss stärker auf eine ressourcenschonendes Kreislaufwirtschaft umgestellt werden.

Vermeidung von Abfällen und die Weiterverwendung sind die wichtigsten Maßnahmen zur Senkung von Emissionen. Dadurch werden auf dem gesamten Lebensweg unserer Gebrauchsgüter und Baustoffe, von der Gewinnung der Rohstoffe, über die Herstellung bis zum Wegwerfen erhebliche Treibhausgasmengen eingespart. Der Bausektor gehört zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren. Bauteile sollten verstärkt nicht entsorgt und neu produziert, sondern wiederverwendet werden.

Wir würden uns die Einrichtung von Materiallagern und Bauteilkatalogen für gebrauchte Bauteile (aus dem Bausektor) wünschen, ebenso mehr Kampagnenarbeit zu Mülltrennung und -vermeidung und eine Erhöhung der Recyclingquote im Bauhof oder die Stärkung von sozialen Einrichtungen und Repair-Cafés.

Das kann die Stadt Bayreuth tun:

  • Strukturen zur Wiederverwertung verbessern

  • Bewusstseinwandel stärken durch attraktive Angebote

Was tut die Stadtverwaltung?

Seit Frühjahr 2026 betreibt die Stadt ein eigenes Monitoring. Hierin sind die Fortschritte der 144 städtischen Maßnahmen ersichtlich.

Unsere Bewertung

Es braucht eine durchgängige Quantifizierung der Maßnahmen mit konkreten Zeitplänen. Vergleiche unsere Analyse. Besonders die schwierigen Themen, wie der Ausstieg aus dem fossilen Gasgeschäft, der Ausbau der Erneuerbaren Energien und eine emissionsfreie Mobilität müssen mit konkreten Projekten hinterlegt sein.

Hierfür braucht es eine gesamtstädtische Anstrengung, die von der Spitze getragen, die wirklich wichtigen Maßnahmen ins Werk setzt.

Maßnahmen der Stadt

Hier gehts zum Klima-Monitoring der Stadt Bayreuth.

Zum Monitoring der Stadt
Kacheln der Handlungsfelder im Klima-Monitoring der Stadt Bayreuth
© Stadt Bayreuth

Was kann ich tun?

So kannst du unterstützen!

Unter Was Tun findest du eine Fülle von Angeboten, wo sich Menschen bereits engagieren oder du direkt allein tätig sein kannst.

Wo weitere Ideen und Anregungen bestehen, freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme.

Aber letztendlich geht es auch darum, dass jede und jeder einen Spielraum hat, in der Entscheidungen so oder so getroffen werden können. Sei es im Elternbeirat, im Tennisklub, auf der Arbeit, im Gespräch mit Freunden und Nachbarn. Wer wollen wir gewesen sein?

Eine große Gruppe Menschen im Wald mit Gießkannen.
© Klimawald Bayreuth

So kannst du trainieren!

Jede und jeder nimmt die Welt durch einen eigenen Filter wahr. Er bestimmt, welchen Aspekten der Wirklichkeit wir Aufmerksamkeit schenken. Und Gewohnheiten zu verändern ist nicht leicht. Daher sind Experimente gut. Schon mal in der Hamsterbacke unverpackt eingekauft? Einmal ganz bewusst das Auto zu Gunsten des Fahrrads stehenlassen? Wann bist du letzte Mal mit dem Bus gefahren?

Jede Veränderung braucht einen ersten Schritt. Tun verändert das Denken. Umgekehrt funktioniert es nicht.

Verschiedene Icons in weißen Kreisen: Ein Thermometer neben der Erde, ein durchgestrichener Wassertropfen, ein Haus im Hochwasser, ein toter Fisch, ein Haus mit Feuer.
Blick auf einen Platz in der Innenstadt Bayreuths, großes altes Gebäude mit Uhr in der Mitte, links Sonnenschirme und grüne Pflanzkübel eines Gastrobetriebes.
© Flickr | Xiquinho Silva